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Haus21 - Wassermanagement

In seinem Vorwort zum 3. Weltwasserbericht (2009) der Vereinten Nationen beschreibt Generalsekretär Ban Ki-moon die Bedeutung von Wasser:

«It is well known that water is life; what this Report shows is that water also means livelihoods. It is the route out of poverty for individuals and communities. Managing water is essential if the world is to achieve sustainable development. This challenge is even more pressing as the world confronts the triple threats of climate change, rising food and energy costs, and the global economic crisis. All three are exacerbating poverty, inequality and underdevelopment.»

 

Im September 2000 verabschiedeten 189 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen, darunter Deutschland, die sogenannte Millenniumserklärung. Die acht Ziele dieser Liste wurden bekannt als die Millenniums-Entwicklungsziele oder Millennium Development Goals (MDG). Das Hauptziel ist dabei die Halbierung der weltweiten Armut bis zum Jahr 2015.

Teilziel Nummer 10 ist die Halbierung der Anzahl der Menschen, die keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser und zu angemessener sanitärer Versorgung haben, sowie nicht nachhaltige Wassernutzungsformen zu beenden. Auf dem Weltgipfel über nachhaltige Entwicklung in Johannesburg 2002 wurde dieses Ziel um die Forderung ergänzt, bis 2005 "integriertes Wasserressourcenmanagement" und "Wassereffizienzpläne" zu entwickeln.

Wir haben 2001 für Haus21 eine effiziente Wasserversorgung im Sinn einer nachhaltigen Entwicklung und basierend auf den gesetzlichen Vorgaben errichtet.

Bis zu 31. Dezember 2012 konnten bereis 710.713 Liter Trinkwasser eingespart werden.

Haus21 - Wasserversorgung

Haus21 ist natürlich an das öffentliche Wassernetz der Gemeinde angeschlossen, verfügt aber auch über ein Regenwasser-Zisterne. Das Niederschlagswasser des Garagendaches sowie der nördlichen Hälfte des Hausdaches entwässern in diese Zisterne mit etwa 5m³ Volumen. Über eine vollautomatische Hauswasserstation werden alle Toiletten sowie die Gartenwasserhähne zuerst mit Regenwasser versorgt und erst wenn diese leer sein sollte wird umgeschaltet auf das Trinkwassernetz.

Im langjährigen Mittel wurden über 44% des gesamten Wasserbedarfes durch Niederschlagswasser gedeckt.

Trinkwasser ist ein Lebensmittel!

Wir sind der Meinung dass es nicht vertretbar ist ein Lebensmittel per Knopfdruck in der Toilettenspülung in Abwasser zu verwandeln, wenn andere nicht für den Verzehr geeignete Wässer zu Verfügung stehen.

Haus21 - Abwasserentsorgung

Haus21 ist an die Kanalisation in Piding angeschlossen und natürlich werden zur Berechnung der eingeleiteten Abwassermenge über zusätzliche Zähler auch die Mengen erfasst, die nicht aus dem Trinkwassernetz kommen, aber in den Kanal eingeleitet werden.

Haus21 - Wasser / Abwasser 2012

Verbrauchsangaben pro Tag:

  • 405 Liter wurden im Haus21 verwendet
  • 362 Liter im Bereich WC, Waschen und Kochen
  •   43 Liter im Garten
  • 362 Liter wurden als Abwasser (Kanal) entsorgt

 .

  • 44% wurden über Regenwasser (Zisterne) gedeckt
  • 56% des Bedarfes sind Trinkwasser (Gemeinde)
Wasserverbrauch im Haus21 ohne Gartenwasser im Verhältnis zum bundesdeutschen Durchschnitt (rote Linie)
Anteil der Regenwassernutzung am jährlichen Wasserverbrauch im Haus 21 in Piding
Die vollautomatische Hauswasserstation schaltet auf das Trinkwassernetz, wenn die Zisterne leer sein sollte
Erfassung der Abwassermengen aus Zisternennutzung durch zusätzliche Zähler